Wie UFC-Kämpfe enden: die Anteile je Gewichtsklasse
Ein UFC-Kampf endet auf eine von drei Arten: durch KO oder technischen KO, durch Aufgabe oder nach Punkten. mmawette.com ordnet jeden UFC-Kampf seit dem 11. Januar 2025 einer dieser Arten zu, und für die 903 gewerteten Kämpfe bis zum 11. Oktober 2026, bei denen die Art des Sieges festgehalten ist, stehen dort 332 Siege durch KO oder technischen KO, 160 durch Aufgabe und 411 nach Punkten (Stand: 11.10.2026).
Für einen einzelnen Kampf nützt dir der Anteil über alle Klassen allerdings wenig. Getrennt nach Gewichtsklassen laufen die Werte so weit auseinander, dass eine Wette auf die Art des Sieges in zwei Klassen zwei völlig verschiedene Erfolgsaussichten hat. Bei UFC Wetten steht deshalb vor jeder Quote auf KO, Aufgabe oder Punktsieg die Frage, in welcher Klasse gekämpft wird.
| Gewichtsklasse | gewertete Kämpfe | KO oder technischer KO | Entscheidung nach Punkten |
|---|
| Light Heavyweight | 68 | 38 (55,9 Prozent) | 17 (25,0 Prozent) |
| Bantamweight | 100 | 25 (25,0 Prozent) | 59 (59,0 Prozent) |
| Women's Flyweight | 39 | 6 (15,4 Prozent) | 27 (69,2 Prozent) |
Im Light Heavyweight endet deutlich mehr als jeder zweite Kampf durch KO oder technischen KO, im Women's Flyweight gehen sieben von zehn Kämpfen zu den Punktrichtern. Zwischen diesen beiden Rändern liegen über vierzig Prozentpunkte. Das Heavyweight liegt mit 33 von 67 Kämpfen durch KO oder technischen KO und damit 49,3 Prozent auf der Seite des Light Heavyweight, das Flyweight mit 16 von 70 und damit 22,9 Prozent auf der Seite des Bantamweight.
Diese Anteile stammen aus gut eineinhalb Jahren, nicht aus der gesamten Geschichte der Organisation. Fightomic schreibt eine Auszählung aller UFC-Kämpfe fort und kommt auf 32,78 Prozent KO oder technischen KO, 19,54 Prozent Aufgabe und 46,38 Prozent Entscheidung nach Punkten, der kleine Rest entfällt auf Disqualifikation und No Contest. Über alle Klassen zusammen liegt das nah an den Werten des kürzeren Zeitraums. Je Klasse geht es dagegen auseinander: Fightomic nennt für das Bantamweight 52,52 Prozent Entscheidungen nach Punkten, mmawette.com 59,0 Prozent. Beim Featherweight läuft es umgekehrt, 52,96 Prozent gegen 42,9 Prozent.
Wettarten bei UFC Wetten und woran jede einzelne hängt
Unter den Wettarten ist die Wette auf den Sieger die einfachste. Ein Kampf, der ohne Unentschieden endet, lässt ihr nur zwei Ausgänge, und sie hängt an keinem dieser Anteile, sondern allein an deiner Einschätzung der beiden Kämpfer. Die übrigen Wetten hängen dagegen an den ausgezählten Anteilen:
- Art des Sieges: Du tippst, ob der Kampf durch KO oder technischen KO, durch Aufgabe oder nach Punkten endet, oft zusammen mit dem Namen des Siegers. Diese Wette hängt unmittelbar an der Verteilung in der Gewichtsklasse.
- Over/Under-Wette auf die Zahl der Runden: Üblich sind die Vorgaben 1,5 und 2,5 Runden. Hier zählt, wie lange der Kampf dauert, nicht wer gewinnt.
- Genaue Runde des Endes: Dieselbe Frage, nur enger gestellt: Der Tipp geht nur auf, wenn der Kampf in genau der getippten Runde endet.
- Volle Distanz ja oder nein: Die Frage lautet nur, ob der Kampf die angesetzten Runden übersteht. Sie ist das Gegenstück zum Anteil der Entscheidungen nach Punkten.
Zwei weitere Formen hängen daran, wie eine UFC-Veranstaltung abläuft. Sie bringt mehrere Kämpfe an einem Abend hintereinander, deshalb sind Kombiwetten über mehrere Kämpfe desselben Abends bei MMA Wetten verbreitet: Jeder zusätzliche Kampf multipliziert die Quote und verlangt, dass auch dieser Tipp aufgeht. Und weil ein Kampf sich in Sekunden drehen kann, laufen die Quoten während des Kampfes weiter. Live-Wetten reagieren auf jeden Niederschlag und jede Position am Boden, oft schneller, als du die Lage einschätzen kannst.
Über 1,5 und über 2,5 Runden: wie lange die Kämpfe wirklich gehen
Wie viele Runden angesetzt sind, entscheidet nicht die Gewichtsklasse, sondern die Stellung des Kampfes. Nach den Unified Rules of Mixed Martial Arts, dem Regelwerk, nach dem die UFC kämpfen lässt, dauert eine Runde fünf Minuten, dazwischen liegt eine Minute Pause. Kämpfe ohne Titel gehen normalerweise höchstens drei Runden, die zuständige Kommission kann fünf genehmigen, was in der UFC üblicherweise für den Hauptkampf geschieht. Titelkämpfe können über fünf Runden angesetzt werden. Für die Over/Under-Wette heißt das: Titelstatus und Stellung als Hauptkampf legen die Obergrenze fest; wie viel davon tatsächlich gekämpft wird, hängt an der Gewichtsklasse.
Über alle 903 Kämpfe gingen 576 über 1,5 Runden, also 63,8 Prozent, und 458 über 2,5 Runden, also 50,7 Prozent. Je Gewichtsklasse einzeln fallen die Werte weit auseinander.
| Gewichtsklasse | gewertete Kämpfe | über 2,5 Runden |
|---|
| Light Heavyweight | 68 | 21 (30,9 Prozent) |
| Heavyweight | 67 | 26 (38,8 Prozent) |
| Women's Strawweight | 56 | 35 (62,5 Prozent) |
| Bantamweight | 100 | 64 (64,0 Prozent) |
| Women's Flyweight | 39 | 27 (69,2 Prozent) |
Zwischen dem Light Heavyweight und dem Women's Flyweight liegen fast vierzig Prozentpunkte bei ein und derselben Vorgabe. Bei 1,5 Runden ist die Spanne enger, aber immer noch groß: 33 von 68 Kämpfen im Light Heavyweight, also 48,5 Prozent, gegen 54 von 70 im Flyweight, also 77,1 Prozent.
Dabei kommt es auf den Zeitpunkt an, ab dem eine Vorgabe als überschritten gilt. mmawette.com zählt über 1,5 und über 2,5 ab 2:30 Minuten der jeweils folgenden Runde. Ein Kampf, der nach drei Minuten der zweiten Runde endet, liegt damit über 1,5 Runden, einer, der nach zwei Minuten endet, darunter.
Noch ungleicher verteilt sich, in welcher Runde die vorzeitigen Enden fallen. Von den 492 vorzeitigen Siegen fielen 269 in Runde 1 und damit 54,7 Prozent, 143 in Runde 2, also 29,1 Prozent, und 71 in Runde 3, also 14,4 Prozent. Runde 4 brachte 5 Fälle, Runde 5 ganze 4, zusammen also 9 von 492. Wer auf die genaue Runde tippt, hat damit praktisch nur die ersten drei Runden zur Auswahl, und mehr als die Hälfte der Fälle steckt in Runde 1. Auf alle 903 Kämpfe gerechnet endeten 269 schon in der ersten Runde, also 29,8 Prozent und damit knapp jeder dritte.
Siege durch Aufgabe: fast die Hälfte geht auf einen einzigen Griff
Aufgabe heißt Abklopfen oder verbale Aufgabe. Dazu kommt die technische Aufgabe, bei der ein regelkonformer Griff zur Bewusstlosigkeit oder zu einem gebrochenen oder ausgekugelten Knochen oder Gelenk führt. Zu jedem dieser 160 Siege hält mmawette.com fest, welcher Griff ihn erzwang.
Allein 74 Fälle und damit 46,3 Prozent gehen auf den Rear Naked Choke, den Würgegriff von hinten. Dahinter folgen der Guillotine Choke mit 29 Fällen, also 18,1 Prozent, der Arm Triangle mit 14 und damit 8,8 Prozent, der Armbar mit 9 und damit 5,6 Prozent sowie Anaconda Choke und D'Arce Choke mit je 7 Fällen und je 4,4 Prozent. Diese sechs Griffe decken 140 der 160 Fälle ab, die restlichen 20 verteilen sich einzeln auf weitere Griffe. Wer auf einen Sieg durch Aufgabe tippt, tippt der Sache nach auf diese sechs Griffe und in fast der Hälfte der Fälle auf den Rear Naked Choke.
Die Klassen mit den meisten Aufgaben sind nicht die Klassen mit den vielen KO-Siegen. Am höchsten liegt der Anteil im Women's Strawweight mit 13 von 56 Kämpfen, also 23,2 Prozent, und im Flyweight mit 17 von 70, also 24,3 Prozent, dahinter das Women's Bantamweight mit 7 von 36, also 19,4 Prozent, und das Lightweight mit 26 von 125, also 20,8 Prozent. Am niedrigsten liegt er im Heavyweight mit 8 von 67 Kämpfen, also 11,9 Prozent. Das Heavyweight steht damit oben bei den KO-Siegen und unten bei den Aufgaben, das Flyweight genau umgekehrt.
Was die gemittelte Quote bei UFC Wetten über die Wahrscheinlichkeit sagt
Jede Quote lässt sich in die Wahrscheinlichkeit zurückrechnen, die in ihr steckt: 1 geteilt durch die Quote, mal 100. Zu jedem angesetzten Kampf steht bei mmawette.com eine über mehrere Quellen gemittelte Quote auf den Sieg samt dieser Wahrscheinlichkeit. Einzelne UFC Wettanbieter stehen dort nicht.
Für den Hauptkampf von UFC 331 am 19. September 2026 im Flyweight stand Joshua Van bei einer gemittelten Quote von 1,72 und 55 Prozent, Alexandre Pantoja bei 2,14 und 45 Prozent. Im Lightweight desselben Abends war die Sache eindeutiger: Arman Tsarukyan bei 1,30 und 73 Prozent, Mauricio Ruffy bei 3,51 und 27 Prozent.
Rechne die beiden Quoten des Hauptkampfs selbst zurück, dann kommt etwas anderes heraus als die angezeigten 55 und 45. 1 geteilt durch 1,72 ergibt 0,5814, also 58,1 Prozent für Van. 1 geteilt durch 2,14 ergibt 0,4673, also 46,7 Prozent für Pantoja. Zusammen sind das 104,8 Prozent, obwohl sich die Wahrscheinlichkeiten für zwei mögliche Ausgänge auf hundert summieren müssten. Die 4,8 Prozentpunkte darüber sind die Marge, die in den Quoten steckt. Die auf der Seite gezeigten 55 und 45 Prozent sind genau diese Rohwerte, heruntergerechnet auf hundert.
Brauchbar wird diese eingepreiste Wahrscheinlichkeit erst neben dem ausgezählten Anteil der Gewichtsklasse. Van und Pantoja kämpfen im Flyweight, und dort gingen 43 von 70 gewerteten Kämpfen über 2,5 Runden, also 61,4 Prozent. Die gemittelte Quote sagt dir, wer als wahrscheinlicherer Sieger eingepreist ist. Der Anteil der Klasse sagt dir, wie ein Kampf im Flyweight in diesem Zeitraum meistens verlief, nämlich lang und oft bis zu den Punktrichtern. Das sind zwei getrennte Fragen und zwei verschiedene Wetten.
Was mit dem Sieg zusammenhängt: Reichweite, Größe, Treffer und Niederschläge
Reichweite und Größe hängen kaum mit dem Ausgang zusammen. Der Kämpfer mit der längeren Reichweite gewann 262 von 512 Kämpfen und damit 51,2 Prozent. Selbst bei mindestens drei Zoll Unterschied in der Reichweite waren es nur 131 von 242, also 54,1 Prozent. Der größere Kämpfer gewann 255 von 485, also 52,6 Prozent.
Deutlicher fällt allein die Auslage aus: Gegen einen Kämpfer in Rechtsauslage gewann ein Southpaw, also ein Linksausleger, 87 von 151 Kämpfen und damit 57,6 Prozent.
Was im Kampf passiert, hängt dagegen eng am Ergebnis. Der Sieger landete mehr Treffer in 620 von 884 Kämpfen, also in 70,1 Prozent, und er holte mehr Takedowns in 377 von 563 Kämpfen, also in 67,0 Prozent. Am deutlichsten sind die Niederschläge: Wer mehr davon erzielte, gewann 327 von 356 Kämpfen und damit 91,9 Prozent. Für Live-Wetten ist das die Zahl, auf die es ankommt. Gezählt ist dabei nur der Zusammenhang mit dem Ausgang, keine Ursache, und jede dieser Kennzahlen hat ihre eigene Fallzahl, weil nur Kämpfe zählen, für die auf beiden Seiten Werte vorliegen.
Wenn drei Punktrichter entscheiden
Geht ein Kampf über die volle Distanz, entscheiden drei Punktrichter, die ihn Runde für Runde nach dem 10-Punkte-Must-System werten. Der Sieger einer Runde bekommt in der Regel zehn Punkte, der Unterlegene neun oder weniger, eine ausgeglichene Runde kann selten 10:10 stehen. Sehen am Ende alle drei denselben Kämpfer vorn, ist das Urteil einstimmig. Steht es zwei zu eins, ist es geteilt. Sehen zwei denselben Kämpfer vorn und wertet der dritte unentschieden, ist es ein Mehrheitsurteil.
Von den 411 Entscheidungen nach Punkten fielen 60 geteilt oder per Mehrheit, also 14,6 Prozent, die übrigen 351 waren einstimmig. Etwa jeder siebte Punktsieg ist damit einer, bei dem mindestens ein Punktrichter den Sieger nicht vorn sah.
Auch wer nach Punkten gewinnt, hat nicht zwangsläufig mehr getroffen: In 267 von 404 Kämpfen mit Entscheidung nach Punkten landete der Sieger mehr Treffer, also in 66,1 Prozent. In rund einem Drittel der Fälle ging das Urteil an den Kämpfer mit der kleineren Trefferzahl. Gewertet wird eben jede Runde für sich und nicht die Zahl der Treffer über den ganzen Kampf: Wer zwei Runden knapp gewinnt und die dritte deutlich verliert, steht bei 10:9, 10:9 und 9:10 am Ende trotzdem vorn.
Rund jeder sechste angesetzte Kampf findet gar nicht statt
Von 1085 Paarungen, die für tatsächlich ausgetragene Veranstaltungen angesetzt waren, kamen 162 nicht zustande. Das sind 14,9 Prozent. Ganz abgesagte Veranstaltungen sind darin nicht mitgezählt.
Die Gründe liegen im Sport selbst: Ein Kämpfer verfehlt das Gewicht, verletzt sich in der Vorbereitung, oder ein Gegner steigt kurzfristig aus und jemand anderes rückt nach. Für die Veranstaltung am 25. Juli 2026 in Abu Dhabi war als Hauptkampf Magomed Ankalaev gegen Khalil Rountree Jr. angesetzt. Rountree fiel aus, und Bogdan Guskov rückte in den Hauptkampf nach. MMA Fighting berichtete eine Verletzung als Grund, offiziell nannte die UFC keinen. Aus dem Hauptkampf des Abends wurde damit eine andere Paarung.
Für UFC Wetten fällt das vor allem bei Kombiwetten ins Gewicht: Je mehr Kämpfe eines Abends in einer Wette stehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon gar nicht erst stattfindet.